Sonntäglicher Kirchengang – Visitenkarte der Allgemeinheit?

Ich denke, dass für viele der christliche Glaube (in welcher Inkarnation auch immer) keine wirkliche Bedeutung mehr hat und es sozusagen zur Visitenkarte (heutzutage gehört dies aber nur noch zur persönlichen Visitenkarte bzw. zum Menschen, weil man andernfalls zu faul wäre, sich dort abzumelden) gehört, zur Kirche zu gehören. Die Mitgliedschaft ist halt eine alte Gewohnheit, die man auch dann noch beibehält, wenn sie sich überlebt hat. Weil es bequemer ist, weil es alle machen, etc. Die Kirchen haben da irgendwie den Kontakt zu den Leuten verloren – ich meine, früher gehörte es doch zur Visitenkarte, jeden Tag in die Kirche zu gehen, oder sehe ich das falsch? Waren die Leute früher religiöser? Oder war das früher auch nur der Druck, weil alle Sonntags in die Kirche gingen? Ich habe letztens in der Zeitung gelesen, dass in meinem Wohnort die Anzahl der Gemeindemitglieder in den letzten 20 Jahren auf ein Drittel gesunken ist. Vielleicht denke ich da zu sehr “unternehmerisch”, aber noch dramatischer und alarmierender kann eine Veränderung doch nicht sein. Oder ist die Kirche (egal ob katholisch oder evangelisch) so schwer fällig und selbstgefällig, dass sie lieber untergeht als sich zu ändern?

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